Nageeb's
Blog:
Gedichttexte
in der deutschen Übersetzung von Vera Miller zu "Deux Poémes",
op. 9 von S. Prokofjew
Wohl
gibt's and're Gestirne,
Wo
zarter die singenden Winde,
Wo
bleicher der Himmel, schlanker, höher die Gräser,
Wo
gleich unsteten Fluten, eilen wechselnde Lichter,
Und
mit ihrem Wechsel sie ja nur necken und lachen.
Wohl
gibt's and're Gestirne,
Wo
wir einmal schon waren,
Wo
wir sein werden einst,
Doch
nicht jetzt,
Doch
nicht jetzt, aber dann, wenn uns Nacht umfängt, eine Nacht
ohne Morgen.Dann
werden wir lieben die schmachtenden Stengel der grauen, leise
säuselnden duftlosen Gräser.
Schlanke
und hohe, wie trauernde Sterne,
Atmende
träumende Ruh',
Ruhe
des Friedhofs,
Auf
unserem Grabe schlafend,
Und
leise, ganz leise, so duster leise,
Unter
dem Monde säuselnd. Konstantin
Balmont, (
1867 - 1942)
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